Backpacking, eine Reiseform des „Slow Travel“
Backpacking ist eine Art zu reisen, die sich deutlich vom klassischen oder Massentourismus unterscheidet. Tatsächlich sehen die Leute es eher als ein Abenteuer voller Erlebnisse oder als eine einzigartige Erfahrung im Leben.
Mit dieser in den letzten Jahren beliebten Aktivität ist ein eigener Lebensstil entstanden. Manche entscheiden sich, für mehrere Monate oder sogar Jahre zu reisen, um eine Region der Welt nur mit ihrem Rucksack zu entdecken.
Wenn man auf diese Weise reist, sind die Menschen nicht in Eile und möchten sich Zeit nehmen, um jeden Moment zu genießen. Das Ziel ist es nämlich nicht, nur Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, sondern auch jeden Augenblick der Reise zu genießen und nach dieser Zeit mit dem Kopf voller Erinnerungen zurückzukehren.
Backpacking ist also eine Form des Slow Travel oder des langsamen Tourismus, ein Reisegeist, bei dem die Person die lokalen Bräuche und Kulturen entdecken, mit den Einheimischen interagieren und vor allem nicht die konventionellsten touristischen Wege nehmen möchte. Mit anderen Worten, es ist eine Reisemethode, bei der man es wagen muss, seine Komfortzone zu verlassen und abseits der ausgetretenen Pfade zu gehen.
Zwischen kulturellen, natürlichen Entdeckungen und Begegnungen
Mit dem Rucksack der Natur ganz nah kommen
Wenn du dich für diese Reiseart entscheidest, wirst du dir selbst und der Natur gegenüberstehen wie nie zuvor. Wenn du aus deiner gewohnten Umgebung ausbrichst, wirst du aufmerksamer für die Details um dich herum und genießt diesen Tapetenwechsel noch mehr. Indem du in absoluter Einfachheit reist, erlebst du die Natur auf eine neue Weise und holst dir eine ordentliche Portion frische Luft.
Außerdem ist Backpacking als eine Form des Slow Travels in seinen Werten dazu verpflichtet, die Umwelt mehr zu respektieren. So stellen sich manche Backpacker der Herausforderung, während ihrer Erfahrung nicht zu fliegen, sondern stattdessen lokale öffentliche Verkehrsmittel wie Züge, Nachtbusse oder Boote mit Schlafsälen zu nutzen.
So kannst du eine unglaubliche Reise genießen und gleichzeitig deine Werte respektieren, wenn dir die Ökologie bei der Auswahl des Reiseziels und der Reiseplanung wichtig ist. Backpacking ist daher das ideale Gleichgewicht zwischen Reisen und Natur, während es die Umwelt mehr respektiert als andere Formen des Tourismus.
Einige Tipps für ein erfolgreiches Backpacking-Erlebnis
Damit Sie Ihren Aufenthalt optimal genießen können, ist es besser, sich vorher darauf vorzubereiten.
Das Wichtigste ist, vor der Abreise eine Reiseroute zu erstellen, damit Sie vor Ort genug Zeit haben, alle Orte zu besuchen, die Sie interessieren. Es ist auch sinnvoll, ein paar Unterkünfte zum Schlafen auszuwählen, damit Sie nicht ohne Unterkunft für die Nacht dastehen, und das umso mehr in den am stärksten frequentierten Orten.
Was Visa und internationale Versicherungen betrifft, ist es ratsam, sich frühzeitig zu informieren, da diese Prozesse je nach Land sehr viel Zeit in Anspruch nehmen können. Sie sollten sich auch einige Wochen vor Ihrer Abreise über die obligatorischen Impfungen informieren, falls es solche für Ihr Reiseziel gibt.
Was Ihren Rucksack betrifft, sollten Sie darüber nachdenken und versuchen, Ihren Rucksack optimal zu nutzen, da Sie nur begrenzten Platz und ein begrenztes Gewicht haben. Sie sollten also das Klima Ihres Reiseziels zumindest ein wenig kennen. Vor allem aber sollten Sie es maximal genießen und sich von diesem unglaublichen Erlebnis treiben lassen!
Die besten Reiseziele für eine erste Reise
Ob Sie allein, zu zweit oder mit Freunden reisen, die Wahl des Reiseziels bleibt ein sehr wichtiger Faktor. Es gibt bestimmte Reiseziele, die sich besser für eine erste Backpacking-Erfahrung eignen, mit Routen, die von anderen Backpackern vorgeschlagen werden, und mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Australien ist das bevorzugte Reiseziel für diejenigen, die zum ersten Mal ein Abenteuer außerhalb ihrer Komfortzone suchen. Auf dieser Insel, wo die Natur die Oberhand hat, um von Stadt zu Stadt zu reisen, sind lange Fahrten notwendig, das ist ein ganzes Abenteuer. In der Regel reisen Personen, die Backpacking in Australien machen, für 2 bis 3 Monate, um dieses Land richtig zu entdecken.
Indonesien ist in den letzten Jahren ein sehr beliebtes Reiseziel. Bali ist zwar die angesagteste Insel, aber es gibt eine große Anzahl von Inseln, die alle ebenso spektakulär sind. Der Tapetenwechsel ist dann total, und Sie tauchen in eine Kultur ein, die sich stark von der unterscheidet, die Sie bereits kennen. In der Regel setzen Backpacker, die einige Zeit in Indonesien verbracht haben, ihre Reise in Asien fort, über Thailand und Vietnam.
Südamerika ist ebenfalls bekannt für den herzlichen Empfang seiner Bewohner. Tatsächlich ist die lateinamerikanische Kultur für ihre Offenheit bekannt, was Reisende sehr anspricht, die mehr über die Welt erfahren möchten. Ein kleiner Tipp, um diese Erfahrung optimal zu nutzen: Lernen Sie ein wenig Spanisch, um vor Ort möglichst gut kommunizieren zu können. Dieses Reiseziel ist sehr umfangreich, weshalb Backpacker dort im Durchschnitt zwischen 6 und 8 Monate verbringen.
Europa bietet eine Fülle von Landschaften, Atmosphären und Umgebungen, die von Ort zu Ort sehr unterschiedlich sind. Man muss nicht ans andere Ende der Welt reisen, um Backpacking zu betreiben. Ob Sie in Dänemark, Spanien oder in den Schweizer Alpen sind, nichts wird gleich sein. Es ist ideal für eine erste Reise, da es beruhigend ist, relativ nahe am Heimatland zu bleiben. Für diejenigen, die es vorziehen, sich fortzubewegen und in einem Fahrzeug zu schlafen, können Sie sehr gut einen Roadtrip im Van machen, um Komfort zu bewahren und den Rucksack für einfache Ausflüge zu nutzen.
Sie haben es verstanden, es gibt viele Reisemöglichkeiten für Backpacking, jetzt sind Sie an der Reihe und sehen, was für Sie geeignet ist!